Archive for März, 2009

31
Mär

Kleider machen Leute

Ich hatte ja vor zwei Jahren schon mal begeistert darüber gebloggt: Erweiterte Amtskleidung bei Old Lutheran z.B. in Form von Kollar T-Shirts oder Caps.

Jetzt wird aber alles getoppt:
Nadia Bolz Weber weist auf die grandiose Designerin Maria Sjödin aus Stockholm hin, die “casual wear” für die Pastorin von heute entwirft.

Zitat von der Website:

Functional and stylish clerical wear for a new generation of priests and lay people.

Ich bin begeistert. Wer mir eine Freude machen will, kann mir gerne eine Email schreiben, ich verrate dann meine Größe , damit das Geschenk auch passt…

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31
Mär

Der gute Hirte

1 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht zur Tür hineingeht in den Schafstall, sondern steigt anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Räuber.
2 Der aber zur Tür hineingeht, der ist der Hirte der Schafe.
3 Dem macht der Türhüter auf, und die Schafe hören seine Stimme; und er ruft seine Schafe mit Namen und führt sie hinaus.
4 Und wenn er alle seine Schafe hinausgelassen hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm nach; denn sie kennen seine Stimme.
5 Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen vor ihm; denn sie kennen die Stimme der Fremden nicht.
6 Dies Gleichnis sagte Jesus zu ihnen; sie verstanden aber nicht, was er ihnen damit sagte.
7 Da sprach Jesus wieder: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen.
8 Alle, die vor mir gekommen sind, die sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben ihnen nicht gehorcht.
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
10 Ein Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und umzubringen. Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen.
11 Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.

Johannes 10,1-11

HT: Bene Diction Blog

12
Mär

Religiöse Inszenierungen des Außerordentlichen

Fast schon makaber wie unmittelbar die Sendung Glaubenssachen auf NDR kultur vom 15.02.2009 dem gestrigen Amoklauf vorausging.
Sie hatte sogenannte “Riskante Liturgien” zum Inhalt. Gottesdienstabläufe anlässig außergewöhnlicher Situationen, wie etwa der Einweihnung des Berliner Hauptbahnhofes und der Inauguration des Amerikanischen Präsidenten als Beispiel der sog. Civil Religion - aber eben auch trauriger Anlässe und Katastrophen wie der Tsunami, Erfurt und eben auch Winnenden.
Thomas Klie, Professor für Praktische Theologie an der Universität Rostock setzt sich besonders mit Formen zivilreligiöser und liturgischer Performanz auseinander und hat für eben jene Formen der Inszenierung von Gottesdiensten den Begriff “riskante Liturgien” geprägt. Er ist Mitglied der Liturgischen Konferenz und arbeitet im Ausschuss “Öffentliche Liturgien” mit.

Langfristig sollen dort und anderswo Agenden oder anderweitige Vorlagen entwickelt werden, um die Kollegen in den Pfarrämtern, die mit der gottesdienstlichen Begleitung von außergewöhnlichen Ereignissen und Katastrophen nicht unvorbereitet zu lassen.
Eine wirklich sinnvolle und gute Idee.

Hier der Link zum Manuskript der Sendung. Guter Überblick und Einstieg in das Thema.

08
Mär

Happy Weltfrauentag. Thema heute: Frauen im Pfarramt

Was sich für die Landeskirche mittlerweile normalisiert hat, ist in anderen Konfessionen weiterhin ein Diskussionsthema.
Frauen im Pfarramt. Die Zahlen der neuimmatrikulierten Theologiestudenten steigen und unter ihnen sind 60% Frauen.
(Darunter auch eine ehemalige Jugendliche aus der Jugendarbeit meiner Vikariatsgemeinde. Sie wurde für einen Artikel von Spiegel Online interviewt, in dem es auch um jenes Thema geht.)
Die Zahlen sprechen für sich. 50/50. Keine Quotenregelung notwendig, da sich männliche und weibliche Theologiestudentin artig und geschwisterlich die evangelischen Studienbänke teilen.

So einfach ist es aber nicht. In höheren Positionen der Landeskirchen ist die Luft für Frauen weiterhin sehr ausgedünnt. Erst 1992 wurde Maria Jepsen weltweit die erste lutherische Bischöfin. Neben ihr sind heute Margot Käßmann sowie Bärbel Wartenberg-Potter lutherische Bischöfinnen in Deutschland. Weltweit gibt es im Luthertum 24 Bischöfinnen und drei Kirchenpräsidentinnen. Weiterhin lehnen jedoch von den 140 Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes 37 die Frauenordination ab. Eine von ihnen ist beispielsweise die Missouri Synod, die in Amerika, die konservativste Lutherische Kirche darstellt. (Dazu auch ein spannender Post von Nadia Bolz-Webber zum Thema Frauenordination.)
Abgesehen von den strukturellen Steinen, die Frauen in den Weg gelegt werden sind auch genderspezifische Probleme zu diskutieren. Wie bsp. ausführlich während des Emergent Forums 2008 in Erlangen. Während und nach dem grandiosen Vortrag von Stini Müller. Nachzuhören auf der Seite von Emergent-Deutschland. Ein sehr prägender Vortrag für das Forum, meiner Meinung nach (Soweit ich das als Außenstehende beurteilen kann.) Auch danach wurde besonderes dieser Vortrag in Blogs noch weiter diskutiert. (z.B. Hier, Hier und Hier.) Verinnerlichte Sexismen beeinflussen einfach die Gemeindearbeit, egal ob auch haupt- oder ehrenamtlicher Ebene.

So das wollte gesagt werden am Weltfrauentag.

08
Mär

Pastorbuddy goes Webfish

Auch weiterhin ist jede Stimme willkommen, die über die Verleihung des Webfsih 2009 abstimmt.

Webfish

Ich an eurer Stelle würde ja für Pastorbuddy.de stimmen. (Achtung Lenkung und Beeinflussung!)
Abstimmen kann man hier.

Alle wichtigen Infos insgesamt kann man am besten gleich bei Pastorbuddy direkt nachlesen und zwar hier.

07
Mär

Alles geben

Über das Collide Magazine bin ich auf die Waterfront Church in Schaumburg Illinios gestoßen.
Sie geben 100% ihrer Sonntagmorgen-Kollekten an Bedürftige weiter. Alle weiteren Kollekten nutzen sie für ihren eigenen Haushalt. Weiter haben sie ein Sponsorensystem, dass regelmäßige Kosten (Pastorengehalt usw.) bestreitet. Da sie sehr günstig kalkulieren (keine Gebäudekosten durch das Mieten einer Highschool) scheint das Geld zu reichen.
Durch die Sonntagmorgenkollekte unterstützen sie ortsnahe Diakonie und versuchen durch das bereitgestellte Geld die Gemeinde für Bedürftigkeit in ihrem Umfeld zu sensibilisieren. Das funktioniert entweder ganz bürokratisch bei großen Unterstützungen bis hin zu 11.000$ für eine alleinerziehende Mutter eines behinderten Kindes bis zu hin zu einzelnen Sonntagen mit sog. “reverse offerings”. Ein Klingelbeutel mit 5$,10$, 20$, und 50$ Scheinen wird herumgegeben jeder kann einen Schein herausnehmen, der eine Idee hat, wem er mit dem Geld finanziell unterstützen möchte.
(Hier in weiterer Artikel dazu)

Erinnert mich an Mars Hill, die (obwohl ganz schön geschüttelt von der Finanzkrise in den USA) einen Großteil des Verkaufserlöses von ihrem Socialnetworkingtool “The City” das ihr Technikpastor Zack Hubert entwicklet und schließlich für 4Mio $ verkauft hat weitergegeben haben. Für die Hauskreise in der ganzen Stadt wurde eine Summe ausgeschrieben, um die sie sich bewerben konnten. Mit dem Geld konnten sie dann lokal helfen.

In Deutschland läuft das eher im Kleinen. So die Gemeinde in Collinghorst, die im Gottesdienst 200€ in 5 Euroscheinen verteilte und den Menschen ein paar Monate Zeit gab, das Geld zu vermehren. Ein riesen Medienrummel (Hier eine Presseschau) Das so erwirtschaftete Geld (2200€) ging zu gleichen Teilen an die Tafel in Rhauderfehn und an Teestube “Lütje Drüppel” (Niedrige Schwelle - Spitzen Name finde ich!). Ein etwas anderer Ansatz. Das Geldvermehren stand im Vordergrund nicht so sehr das großzügige Geben des Erlöses im Nachhinein.

Haushalterschaft auf Basisebene. Im Kirchensteuersystem gar nicht so einfach. Solche - ich gebe zu - sehr mutigen Geschichten können aber die Grundhaltung verändern, wie wir mit dem Geld, das uns anvertraut ist, sinnvoll umgehen.




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