Vom Schreibtisch (uaaah noch 2 Tage und 18 Std) aus wünsche ich allen einen gesegneten ersten Advent!
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=eVqqj1v-ZBU&eurl=http://adventconspiracy.org/&feature=player_embedded]
ht: adventconspiracy
Vom Schreibtisch (uaaah noch 2 Tage und 18 Std) aus wünsche ich allen einen gesegneten ersten Advent!
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ht: adventconspiracy
Nur gaaanz kurz, weil ich mich ja eigentlich gerade anderen Dingen widme.
Zum zweiten Mal veranstaltet Emergent-Deutschland ein Emergent Forum in Erlangen und zum zweiten Mal bin ich nicht dabei. (Letztes Jahr Aktivitäten in der Kirchengemeinde am ersten Adventswochenende, dieses Jahr Examen - vielleicht sollte wirklich mal überlegt werden, ob Adventswochenenden ein ungünstiger Zeitpunkt sind. Obwohl, für die über 80 Teilnehmer scheints ja kein Terminproblem gegeben zu haben. Naja…).
Durch eine optimale Berichterstattung kann man jedoch auch von Zuhause am Dialog teilnehmen bzw. sich informieren, worum es in Erlangen geht.
Live-Blog unter emergent-deutschland.de. (Mit Kommentarfunktion, die auch im Saal mit Beamer an die Wand geworfen wird)
Tweets unter #ef08
Nach einem ersten Input von Input von Peter am Freitag Abend zu Phillis Tickles- Great Emergence (hier ein Post von ihm dazu - Stoßrichtung im Refrat baute auf Tickle auf) entwickelte sich nicht nur in Erlangen an den Kleingruppentischen, sondern auch im Web unter den “Daheimgebliebenen” eine angeregte Diskussion. Erste Ergebnisse mündeten sogar schon in Posts dazu. Simon hat darin versucht, Tickles Analyse und Einteilung der amerikanischen postmodernen Christenheit in viel Grundprägungen auf die deutsche Situation zu übertragen. Sehr lesenswert.
Heute war mal die Gute Nachricht dran in meiner Examensvorbereitung.
Zitat aus einem guten Text von Heidemarie Salevsky (Übersetzungstyp, Übersetzungstheorie und Bewertung von Bibelübersetzungen. In: Bibelübersetzung heute, Stuttgart 2001, S. 119-150) - Es geht wie gesagt um die Gute Nachricht:
Das erklärte Ziel der Übersetzung: Orientierung auf eine “breitgestreute Zielgruppe”. Das bedeutet unmittelbare Verständlichkeit als oberstes Prinzip, das Auskommen ohne Erläuterungen (lediglich einige Fußnoten) und wo nötig die Bereitschaft, die Form der Verständlichkeit zu opfern. Es wird kein gehobenes Gegenwartsdeutsch, keine poetische Qualität des Zieltextes angestrebt, sondern die Verwendung von Alltags- bzw. Umgangssprache als Basis größtmöglicher Verständlichkeit. Damit sind eindeutig missionarische Zwecke verbunden (das unmittelbare Ansprechen der heutigen Menschen in ihrer Sprache.)
Höre nur ich das heraus oder ist es auch so gemeint, dass die zu missionierenden Heiden nur alltags- und umgangssprachlich zu erreichen sind? In diesem Zusammenhang klingt der fettgedruckte Rückschluss am Ende des Absatzes nämlich wie eine pauschalisierende Abwertung des Intellekts aller Nicht-Christen. Als hätten sie keine Wertschätzung für sprachlich anspruchsvollere Übersetzungen oder vermochten diesen nicht zu folgen. Ohne Zweifel hat die Gute Nachricht eine missionarische Grundabsicht (nicht zuletzt weil am Gemeinschaftswerk der Übersetzung auch Freikirchen beteiligt waren, die diese Intention miteinbrachten.) Ziel war jedoch eine “breitgestreute Zielgruppe” zu erreichen, nicht besonders die (Noch-) Nicht-Christen mit einer einfach verständlichen Bibel zu missionieren, da sie anderen Übersetzungen nicht folgen können. Diese Logik ist einzig und alein ein Rückschluß von Heidemarie Salevsky.
Jetzt werden bei Ikea sogar schon Vikare verkauft! Zum Schleuderpreis. Für nur 99€

Das Kinderbett Vikare ist ausziehbar und kann sogar mit einem Stützbrett verstärkt werden, damit die lieben Kleinen nicht rausfallen.
Das passt! Da bin ich doch lieber ein Kinderbett als ein Nudelholz aus Plastik. … glaub ich… Schließlich sagt Spr. 24,16:
Der Faule dreht sich im Bett, wie die Tür in der Angel.
(ht: Ingo @ Brockenstube)
Bereite gerade mein mündliches Thema “Liturgischer Gebrauch von Bibelübersetzungen im Gottesdienst am Beispiel der „Bibel in gerechter Sprache“ im Fach “Gottesdienst, Predigt, Unterricht” vor.
Da stolperte ich über folgenden Text von Günther Schmidt aus dem Deutschen Pfarrerblatt 7/07 unter dem Titel: “Zwischen Text und Leser vermitteln. Zur Adressatenadäquatheit von Bibelübersetzungen”
Das Sprachniveau (der Übersetzung) muss der Dignität des Gegenstandes entsprechen. Der Leser soll beim Bibellesen spüren, mit wem er es zu tun bekommt. Glaube kann nicht ohne Ehrfurcht sein, sonst ist er kein Glaube an Gott, wie er uns in der Bibel entgegentritt. Von daher verbieten sich banalisierende Ausdrucksweisen ebenso wie Übersetzungen in Mundarten.
Durch Verbreitung der Hochsprache sind Mundarten heute auch im Bewusstsein derer abgewertet, die sie im normalen Alltag gebrauchen oder mit dialektalem Akzent sprechen. Jugendliche wollen sich durch ihren Jargon von Erwachsenen abgrenzen und sie stückweise provozieren. Sie sind sich der Vorläufigkeit und der spielerischen Züge ihrer Eigenwelt, in welcher der Jargon Einvernehmen stiftet, bewußt. Sowohl Mundart- als auch Jargonsprecher sind sich humorvoll und augenzwinkernd einig, dass ihre Äußerungen so ernst nicht gemeint sind. Wenn Erwachsene seriöse Themen in Mundart oder Jargon ansprechen, wollen sie sie meinst ins Lächerliche ziehen. Machwerke wie die “Kölsche Bibel” oder die “Volx-Bibel” verletzen wegen ihrer gewollt humoristischen Art die gegenüber den Texten und erst recht ihrem Inhalt gebotene Ehrfurcht und wirken auf den heutigen Leser völlig anders als der Original-Text auf die seinen. Sie können deshalb nicht als funktional-äuquivalent oder kommunikativ gelten.
Würde Herr Schmidt wohl seine Meinung ändern wenn er an einem, in Plattdeutsch geführten Trauergespräch teilnähme? (In dem ihm auf Hochdeutsch die Hände gebunden wären, weil eine Verständigung nicht zustande käme.) Dieses Setting ist alles andere als humoresk. Bibeln oder Gesangbuchlieder in Dialekten können hier spirituelle Hilfen sein, dem Gegenüber gerade durch eine adressatenadäquate Übersetzung voller Ehrfurcht im Glauben Gott in aller Ernsthaftigkeit zu begegnen.
Gleiches gilt für die Volxbibel, die durch ihre z.T. eigenwillige Wortwahl augenzwinkernd anmuten mag, durch ihren Dienst als Sprachhilfe jedoch Jugendlichen und jungen Erwachsenen (Sprachmuster sind oft nicht allein demographisch, sondern vielmehr milieuspezifisch verengt!) Zugänge erst ermöglicht. Das sich sowohl Mundart als auch Jargonsprache im Text durch “Vorläufigkeit” und “spielerische Züge ihrer Eigenwelt” auszeichnen, ist vollkommen verkürzt! Von welcher vermeintlich intellektuellen “Hochsprache” scheint Schmidt hier auszugehen, die es zu adaptieren gilt, wenn es ihm schwerfällt andere - nach seiner Meinung “abgewertete”- Kommunikationsmuster und Sprachentwicklungen wahr- und ernstzunehmen? Völlig aus dem Blick gerät hier auch die Beobachtung, dass viele Menschen das Niveau der bildungsbürgerlichen Hochsprache nicht erreichen können und wollen, um das graduelle Entwicklungsdenken Schmidts aufzunehmen.
Eine Ausgrenzung, die durch derartige Äußerungen, wie in diesem Aufsatz vorgenommen wird, lässt sich mit Luthers Wunsch, alle Christen am Wort Gottes teilhaben zu lassen nicht überein bringen.
… dann ist 2. Staatsexamen. Parole Durchhalten. Es gibt kein zurück mehr.
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=6JscAwVu2QI]
The Weepies - Can’t Go Back Now
Yesterday, when you were young,
Everything you needed done was done for you.
Now you do it on your own
But you find you’re all alone,
What can you do?You and me walk on
Cause you can’t go back now.You know there will be days when you’re so tired that you can’t take another step,
The night will have no stars and you’ll think you’ve gone as far as you will ever getBut you and me walk on
Cause you can’t go back now
And yeah, yeah, go where you want to go
Be what you want to be,
If you ever turn around, you’ll see me.I can’t really say why everybody wishes they were somewhere else
But in the end, the only steps that matter are the ones you take all by yourselfAnd you and me walk on
Yeah you and me walk on
Cause you can’t go back now
Walk on, walk on, walk on
You can’t go back now
“Man darf dies freilich nicht so verstehen, als träfe der Sündenfluch von Gen 3,9 nur die körperlich arbeitenden Stände. Im Gegenteil, die Arbeit in der politia ist schwerer als in der oeconomia und im Bauernstand, aber die Arbeit am Wort Gottes in der ecclesia ist am schwersten. Nur bedürfen diejenigen, deren Amt der tägliche Umgang mi dem Wort ist, nicht eines besonderen Tages.”
Martin Luther, WA 42,159,17-29.
Unerhörte Wünsche unserer Neuköllner Kinder:

U-Bahnhof Hermannplatz
“Das Leben ist nit ein Frommkeit, sondern ein Fromm-werden, nit ein Gesundheit, sondern ein Gesund-werden, nit ein Wesen, sondern ein Werden, nit ein Ruhe, sondenr ein Übunge. Wir seins noch nit, wir werdens aber. Es ist noch nit getan und geschehen, es ist aber im Gang und Schwange. Es ist nit das End, es ist aber der Weg.
Martin Luther.

Soviele Menschen, wie von der Kirche immer überall “abgeholt” werden, erzeugen den Eindruck, dass die Kirche fast schon zu einem kleinen Transportunternehmen wird.
“Abholen, wo sich die Menschen befinden” und dann ab an einen ganz anderen, fremden Ort, der von der Lebenswirklichkeit der Menschen separiert ist. Los geht die Reise.
Weniger polemisch hat Kristian Fechtner diesen Ausdruck und zu kritisierenden Gedankengang im Hinblick auf Kasualien gedeutet:
In Predigthilfen oder Gestaltungsbüchern zur Kasualpraxis (wird) wohlmeinend eingeschärft, man möge diejenigen, die sie betreffen soll, “dort abholen, wo sie sich befinden”. Das Stichwort Abholen zeigt, wie problematisch eine solche Veräußerlichung des Kasus ist: Die Situation, der Anlass erscheint als ein Ort, an dem jemand abgeholt und aus dem er oder sie - in Predigt und gottesdienstlicher Feier, in seelsorgerlicher Begleitung oder katechetischer Unterweisung - herausgeführt wird. Die praktisch-theologische Herausforderung kirchlicher Kasualpraxis besteht, aber gerade nicht darin, die Situation theologisch hinter sich zu lassen, sondern in sie einzutreten und sie perspektivisch, gleichsam von innen aus den mit ihr verbundenen Erfahrungen heraus, zu öffnen. Nur in dieser Weise bleiben die Kasualien konstitutiv bezogen auf eine einmalige und einzigartige Situation.
Kritstian Fechtner in: Kirche von Fall zu Fall, S. 22.
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