
Habe die vermeintlich letzten “arbeitsfreien” Weihnachtstage meines vor mir liegenden Arbeitslebens hinter mir. Natürlich habe ich die Feiertage bei meiner Familie in Ostfriesland verbracht.
Nachdem mich die Vorweihnachtswoche noch mal kurz mit einem Virus flach gelegt hatte, war ich GOTTSEIDANK wieder fit um in die norddeutsche Tiefebene zu düsen. Habe die Zeit mit der Familie sehr genossen. So lieb umsorgt und bekocht zu werden ist schon ein echtes Privileg! Mjamm…
Außerdem mag ich ja wirklich die ganzen Weihnachtstraditionen, schmücken des Baumes mit meiner Schwester (Trendfarbe dieses Jahres Weiß Silber), auf den letzten Drücker noch die Geschenke einpacken (ich kann mich nicht erinnern, dass ich je schon ein einziges Mal fertig eingepackte Geschenke im Gepäck hatte..), Verknobeln der Geschenke (wir erwürfeln immer, wer wann was auspacken darf.. so wird Weihnachten zum echten Gesellschaftsspiel…und Oma gewinnt jedes Jahr…”all weer ‘n seehs, dat kann ja heel nee, de Würfel is kött!”, Putenpfirsichpfanne (und jedes Jahr nimmt man sich vor, nicht so viel, wie im vorherigen Jahr zu essen…und dann passiert es doch…), die Christmette um 23h in unserer Kirche in Victorbur und schließlich das “gemütliche Ausklingen des Abends bei meinem Freund Torsten in Aurich. Kann es Schöneres geben.
Außerdem ist Weihnachten für mich auch immer die Chance in der alten Heimat Menschen wiederzutreffen, mit denen man gemeinsam die Schulbank gedrückt hat. Die Quote derer, die man sooo gerne einmal wiedersehen möchte hält sich mit denen die Waage, die man nicht unbedingt hätte treffen müssen. Aber meine Neugier siegt immer, so werden am 23. und am 1. Feiertag immer gewissen Treffpunkte angesteuert, in der Hoffnung sich zu sehen “Wo-wohnst-du-denn-jetzt-was-machst-du-beruflich-hasst-du-schon-gehört-dass-xy-ein-kind-hat-usw.” Außerdem kann man sich dann ja auch mit guten Freunden verabreden, um sich auf den neusten Stand zu bringen. Sehr gemütlich!
Das schönste war aber, dass mich meine Schwester zum ersten Mal gefahren hat. Die gute hat ja seit einem Monat ihren Führerschein und somit waren die Geschwister Bils im Doppelpack unterwegs. (Und obwohl ich ja unter Beifahrerparanoia leide, hat meine Schwester echt einen guten Job gemacht und ich werde ihre Taxikünste in Zukunft gerne noch häufiger in Anspruch nehmen!)
Nach den ruhigen Weihnachtstagen ohne Programm und Stress (voll nach meinem Geschmack, einfach nur in Ruhe mit der Familie Zeit verbringen un nix tun) haben Hilka und ich es uns am 2. Feiertag dann noch mal richtig gut gehen lassen. Ich hatte von ihr einen Fontanatag in Nieweschanz in Holland zum Geburtstag geschenkt bekommen. Sowas von erholsam. Soleterme, Saunalandschaft (meine Lieblingssauna: ein achteckiges Blockhaus mit Kamin!), Peelings, im Ruheraum einschlafen, Lavendelzeremonien mit Klangschalentamtam… ach wie wunderbar.
Ben und ich sind dann gestern mit vollbeladenem Auto auf leeren Straßen - wunderbar - nach Hause gedüst. Jetzt liegen noch ein paar ruhige Tage mit guten Freunden (Claire und Freundin aus Brüssel) vor mir, bevor der Entwurf für meine Abschlußstunde der religionspädagogischen Schulphase auf mich wartet…
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